Brauchen wir in Zukunft überhaupt noch persönliche Beratung?
Aktualisiert: 25. Juli
Informationen holen wir uns heute dort wo es schnell geht. Wenn Entscheidungen wichtig werden, wünschen sich viele trotzdem einen Menschen an ihrer Seite. Jemanden der zuhört, nachfragt und auch dann noch da ist wenn etwas schiefläuft.
Diesen Wunsch gab es schon lange. Nur die Möglichkeiten haben sich verändert.
Früher war es das Gespräch im Reisebüro. Der Berater der weiß wie jemand reist und was ihm wichtig ist. Im Laufe der Jahre kamen Buchungsportale dazu, dann Hotelbewertungen, soziale Medien und jetzt künstliche Intelligenz. Jede dieser Entwicklungen hat versprochen Reisen einfacher zu machen. Und das stimmt. Aber sie haben auch etwas verändert: den Moment in dem Menschen wieder nach einem echten Gespräch suchen.
Eine aktuelle Studie des Instituts Centouris zeigt das deutlich. KI wird gern genutzt für Inspiration, Zielsuche und Preisvergleiche. Aber nur etwa ein Fünftel der Befragten hat KI bisher bei einer Buchung eingesetzt, und 62 Prozent würden einen KI-Assistenten eher nutzen wenn jederzeit ein Mensch erreichbar wäre.
Informationen lassen sich digital vermitteln. Vertrauen entsteht anders.
Das gilt für Reisen, aber eigentlich gilt es für viel mehr. Für den Arzt, die Bank, für Entscheidungen die das eigene Leben betreffen. Überall dort wo es wirklich wichtig wird, suchen Menschen das Gespräch.
Was sich gerade verändert ist weniger der Mensch als seine Rolle. Am Anfang einer Reiseplanung brauchen wir ihn heute seltener. Aber wenn Entscheidungen wichtig werden, suchen wir ihn wieder.




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